Ca. 130 Gemälde, Grafiken, Schmuck, Künstlerpostkarten und persönliche Briefe der Hamburger Sammlerin und Förderin des Expressionismus sind vom 28.08. bis zum 15.11.2009 im Museum für Kunst und Gewerbe zu sehen. 

Zum ersten Mal widmet sich eine Ausstellung dem Ziel, den Charakter der progressiven Sammlung der Kunsthistorikerin Rosa Schapire zu veranschaulichen und ihr Lebenswerk zu würdigen. Zu den Künstlern die die Sammlerin Zeit ihres Lebens förderte und sammelte, gehören unter anderem Karl Schmidt-Rottluff, Franz Radziwill, Willem Grimm, Max Pechstein, Richard Haizmann und Emil Nolde.  Bedeutende Werke dieser Künstler werden jetzt wieder zusammengeführt und um weitere Arbeiten der von ihr geförderten Künstler ergänzt. Neben Leihgaben aus öffentlichen und privaten Sammlungen werden Werke aus dem Bestand des MKG, der Tate Modern und dem Tel Aviv Museum of Art gezeigt.

Rosa Schapire kämpfte lange für die Anerkennung der Avantgarde, besonders lag ihr hierbei der Expressionismus am Herzen. So gehörte sie zum Beispiel zu den frühesten Förderen der Küntlergruppe “Die Brücke”.

Mit vielen Künstlern verband sie eine enge Freundschaft, so dass diese ihr Bilder oder Künstlerpostkarten malten oder gar sie porträtierten, ihr personalisiertes Briefpapier, Schmuck und Möbel entwarfen.

Schapire  vermittelte Ausstellungen in namhaften Galerien, hielt Vorträge und publizierte zahlreiche Kritiken und Artikel. Zudem förderte sie Ankäufe expressionistischer Werke durch große Museen, indem sie den Frauenbund zur Förderung deutscher bildender Kunst gründete.

Nationalsozialismus durch ihre jüdische Herkunft. Nach ihrer Emmigration nach England 1939 setzte sie sich aber weiter für expressionistische deutsche Kunst ein, auch wenn sie den Großteil ihrer Sammlung in Deutschland zurück lassen musste.

Sie kehrte nie wieder in ihre alte Heimat zurück und vermachte aus Dankbarkeit gegenüber der neuen Heimat zahlreiche Werke englischen Museen wie der heutigen Tate Modern, dem Victoria & Albert Museum oder der New Walk Art Gallery in Leicester. Teile ihrer Sammlung befinden sich auch in einigen deutschen Kunsthallen, in Amsterdam und in Tel Aviv.

Zu der Ausstellung wird es ein umfangreiches Begleitprogramm geben


Der Begriff Digitale Bildkunst – kurz Digitale Kunst wurde erst in 1990er Jahren gebräuchlich und fällt weitgehend unter ´computergenerierte Kunst` die vorwiegend auf zweidimensionale Medien (Web, Print, Projektion) ausgegeben wird. Die Digitale Kunst entsteht entweder als Nachempfindung und Weiterführung traditioneller Kunststile (z. B. digital-impressionistisch, neo-pop, digital-abstrakt) oder als völlig neue Kunst-Komposition mit dem Computer als weiterführendes Werkzeug (z.B. 3D-Kunst: Darstellungen virtueller Räume mittels 3D-Software; Mathematische Kunst: Fraktale und Vektordarstellungen etc.). Der Beginn der Digitalen Kunst ist in mehrfacher Hinsicht mit elektronischer Musik verbunden. Zu den Pionieren zählen Personen, die von der Informationsästhetik beeinflusst sind, vielfach auch aus der Informatik- und Grafikdesignszene verwurzelt sind. Das Festival ´Ars Electronica` in Linz geht auf alle Entwicklungen in der elektronischer Kunst ein und fördert Künstler mit dem ´Prix Ars Electronica`.